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Prof. Wolfgang Lück zum Max-Planck-Fellow ernannt

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Der Bonner Mathematiker Professor Dr. Wolfgang Lück (55) ist von der Max-Planck-Gesellschaft zum Fellow am Max-Planck-Institut (MPI) für Mathematik in Bonn ernannt worden. Die Berufung stellt eine besondere Auszeichnung dar, die nur wenigen Wissenschaftlern zuteil wird. Professor Lück ist Direktor des Hausdorff Research Institute for Mathematics (HIM) der Universität Bonn. Mit seiner neuen Funktion möchte die Max-Planck-Gesellschaft die bislang schon enge Zusammenarbeit ihres Bonner Instituts mit der Mathematik an der Universität Bonn weiter intensivieren.

Der Leibniz-Preisträger und frühere Präsident der Deutschen Mathematiker-Vereinigung kam 2010 von Münster nach Bonn. Davor war Professor Lück in den USA und in Mainz tätig. Der gebürtige Herforder hat in Göttingen Mathematik studiert und sich dort auch habilitiert. Bereits als Schüler war er sehr gut in „Mathe“; er gewann mit 15 Jahren den Bundeswettbewerb Mathematik. Mit dem Bonner Max-Planck-Institut ist Lück bereits seit 1996 verbunden und war immer wieder zu längeren Gastaufenthalten in der Bundesstadt.

Die Ernennung zum Max-Planck-Fellow ist eine auf fünf Jahre befristete Ehrung, der ein exklusiver Auswahlprozess vorausgeht. Den Antrag dazu stellte das Bonner MPI bei der Max-Planck-Gesellschaft. Lück hat nun mit Fördermitteln der MPG die Möglichkeit, eine eigene Arbeitsgruppe am MPI für Mathematik aufzubauen. „Ich freue mich darauf, junge Leute als Doktoranden und Postdoktoranden an die Forschung heranzuführen“, sagt der neue Fellow, dem bei allen ehrenhaften Ämtern und Positionen wichtig ist, den Kontakt zu Studierenden und dem wissenschaftlichen Nachwuchs nicht zu verlieren. Außerdem werde er als Berater das Direktorium des Max-Planck-Instituts mit seinem Wissen und seinen Kontakten unterstützen.

Ähnlich wie das Hausdorff-Research Institute hat auch das MPI ein Gästeprogramm, in dem exzellente Gastwissenschaftler aus aller Welt für eine gewisse Zeit nach Bonn kommen. Professor Lück hofft auf Synergieeffekte durch eine engere Abstimmung der beiden Programme. „Im Rahmen des Exzellenzclusters bilden die Mathematik und Ökonomie der Universität, das Hausdorff Research Institute for Mathematics und das Max-Planck-Institut eine Einheit“, sagt Professor Lück. Das Exzellenzcluster, das bereits in der ersten Runde des Exzellenzwettbewerbs eine Förderzusage erhielt, hat sich seither prächtig entwickelt. Inzwischen ist die Marke „Hausdorff“ in der Wissenschaft bekannt. Das macht es leichter für Professor Lück, Top-Mathematiker aus aller Welt für einen Aufenthalt in Bonn zu begeistern.

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